Uni Wien Studierende entwickeln kreative Lösungen zum Arbeitnehmer*innenschutz im digitalen Zeitalter

Legal Design Sprint in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien

Von 11. bis 13. Mai 2023 entwickeln angehende Jurist*innen der Universität Wien gemeinsam mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft umsetzbare Lösungen zum Arbeitnehmer*innenschutz- und -recht im digitalen Zeitalter. Dazu gehören Fragestellungen zur Scheinselbstständigkeit, digitalen Überwachung von Arbeitsprozessen, betrieblichen Mitbestimmung oder auch das Vermeiden von Diskriminierung.

Beim Legal Design Sprint, veranstaltet vom Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht und der Arbeiterkammer Wien, sammeln Studierende Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit und wenden ihre juristischen Kenntnisse praktisch an. Vertreter*innen aus der Zivilgesellschaft wie etwa Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Arbeitsinspektorat oder Betriebsrät*innen haben die Möglichkeit, Lösungen für ihre relevanten Fragen und Probleme gemeinsam mit angehenden Jurist*innen zu entwickeln. Mit dabei sind auch Absolvent*innen der Universität Wien.

Der Legal Design Sprint ist ein innovatives, interdisziplinäres Lehrkonzept, das sich an angehende Jurist*innen wendet. Die Teilnehmer*innen lernen darin, gemeinsam mit anderen Disziplinen sowohl rechtlich zufriedenstellende als auch technisch umsetzbare Lösungen zu finden. "Unsere Studierenden sind die Problemlöser*innen von morgen. Es ist daher essentiell, dass zukünftige Jurist*innen die interdisziplinären Herausforderungen, die sich durch die zunehmende Digitalisierung stellen, erkennen und bearbeiten können. Besonders freut es uns, dass wir die Erfahrungen unserer Absolvent*innen, als Teilnehmer*innen aus der Gesellschaft, mit diesem Event an die Universität holen", betont Ronald Maier, Vizerektor für Digitalisierung und Wissenstransfer.

Im Fokus des Legal Design Sprints 2023 stehen Arbeitnehmer*innenschutz und Arbeitnehmer*innenrechte im digitalen Zeitalter. "Es geht um die Gestaltung der Rahmenbedingungen einer gerechten Arbeits- und Lebenswelt von morgen. Gefragt sind Ansätze für innovative, niederschwellige und digitale Rechtsberatung, Mitbestimmung und vorausschauende Regulierung", führt Fridolin Herkommer von der Arbeiterkammer aus. Bearbeitet werden Fragen, die sich im Zusammenhang mit Plattformarbeit, Scheinselbstständigkeit oder Arbeit und Migration stellen. Weitere Themen sind Schutz vor Diskriminierung durch Digitalisierung, die digitale Überwachung von Arbeitsprozessen oder Machtungleichgewichte, die sich durch die Digitalisierung weiter verstärken können. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Ideen und Problemstellungen in den Prozess einzubringen.

Die Siegerprojekte erhalten ein Preisgeld sowie die Möglichkeit, die Projektidee im Rahmen des Digitalisierungsfonds der Arbeiterkammer Wien weiterzuentwickeln.

Vorstellung der Ergebnisse und Preisverleihung:

  • Samstag, 13. Mai 2023, 14:00 – 17:00, Dachgeschoss Juridicum, 1010 Wien

Bei Teilnahmeinteresse von Medienvertreter*innen bitte um Anmeldung bei: annemarie.hofer(at)univie.ac.at

Wissenschaftlicher Kontakt:

Dipl.-Ing. Annemarie Hofer
Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht
Universität Wien, Juridicum
Schottenbastei 10-16, 1010 Wien
T +43-1-4277-342-43
annemarie.hofer@univie.ac.at
www.univie.ac.at

Rückfragehinweis

BA Maria Walzer

Öffentlichkeitsarbeit
1010 - Wien, Universitätsring 1
+43-1-4277-17539
maria.walzer@univie.ac.at